— Artenschutz in Namibia

Handeln und Bewegen

RUN RHINO RUN e.V. wurde gegründet, um eine private Artenschutz-Initiative in Namibia zu unterstützen. Auch wenn es sehr weit weg ist: Ihre Unterstützung kann vor Ort viel bewirken!

Lebensraum sichern

Schutz, Erhalt und Förderung der einheimischen Artenvielfalt ist eine komplexe, dauerhafte Aufgabe. Konkrete Gefahr der Wilderei von Individuen abzuwehren, ist tägliche Herausforderung – Sie können hier einen wertvollen Beitrag leisten!

Bedrohte Arten schützen

Spitzmaulnashörner sind gezählt. Sie haben Nummern. Sie haben Namen. Es sind Wildtiere, es sind Individuen mit oft trauriger Biografie. Ihr Überleben, ihre Freiheit und Ungestörtheit hängt von menschlicher Obhut ab. Jedes Tier zählt mit Ihrem Engagement!

Run RHINO, run!

Willkommen und Danke für Ihr Interesse

Der Schutz der Biodiversität sichert unsere Lebensgrundlage, weltweit besteht die gleiche Herausforderung. Die (oft isolierten) Flächen staatlicher Schutzgebiete reichen nicht aus – auch nicht in Namibia mit seinen riesengroßen Nationalparks und vermeintlich reichen Tierwelt.

Es ist die Summe intakter Lebensräume, die landesweit erhalten bleiben müssen oder möglichst wieder in Verbund gebracht werden. Daher leisten private Schutzgebiete einen sehr wichtigen Beitrag. Sie ergänzen und sichern den Artenschutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, den Nationalparks allein nicht leisten können.

Im Erongo, Namibia, sind es z.B. die „Halbwüstenspezialisten“ wie die seltenen Spitzmaulnashörner und auch Schwarznasen-Impalas, die auf solche geeigneten Lebensräume angewiesen sind. Nashörner sind durch organisierte Wilderei massiv bedroht und erfordern intensive Obhut. Private Land-Initiativen im Erongo kooperieren als Partner im staatlich geführten Schutzprogramm, das seit Jahrzehnten bemüht ist, Spitzmaulnashörner vor dem Aussterben zu bewahren.

Allerdings tragen beteiligte Partner ihre hohen Kosten für Sicherheits-Maßnahmen gegen die Wilderei – allein. Es ist ein oft unbekanntes, rein „ehrenamtliches“ Engagement von naturverbundenen Menschen, die davon keineswegs wirtschaftlich profitieren oder von großen Organisationen bedacht werden. Sie können hier Ihren persönlichen Beitrag leisten und unterstützen …

Individuen vor Wilderei schützen

Ihr Beitrag ist unmittelbarer Tierschutz!

Das Habitat muss sicher sein: wir unterstützen die gezielten, präventiv notwendigen personellen wie technischen Maßnahmen zur Kontrolle gegen die Nashorn-Wilderei, als auch Rettungs-Einsätze mit veterinärmedizinischer Hilfe, denn jedes Individuum zählt.

Gestörte Ökosysteme renaturieren

Ihr Beitrag ist direkter Umweltschutz!

Wir unterstützen den Aufwand der Gefahren- und Verletzungsprävention durch Aufspüren alter Viehzäune, Müll, Schrott und anderer Altlasten aus ehemaligen Farmbetrieben ebenso wie Wilderer-Schlingen, offener Minenlöcher und illegaler Mineraliensucher, deren giftigen Chemikalien natürliche Gewässer verseuchen.

Biologische Vielfalt erhalten

Ihr Beitrag ist konkreter Artenschutz!

Insbesondere Nashörner gehören zu den sehr akut bedrohten Arten. Es sind langfristig beständige und sichere und ruhige Habitate notwendig, damit die Reproduktionsrate dieser Tiere die Verluste durch Wilderei nicht weiter unterschreiten. Nur so bleiben sie der gesamten Artengemeinschaft erhalten und tragen schließlich selbst zum Erhalt und Sicherung eines ganzen Ökosystems bei.

Aktuelles

Hommage an die Tierwelt

Hommage an die Tierwelt

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Ausrottung folgt vor dem Verständnis

Ausrottung folgt vor dem Verständnis

Obwohl die Schwarznasen-Impala-Antilope schon bereits im 19. Jahrhundert als Unterart in Angola und dem nördlichen Namibia entdeckt wurde, war sie in den 60er Jahren fast ausgerottet und galt seither als stark gefährdet.

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Tödliches „Recycling“

Tödliches „Recycling“

Die Zäune bestehen aus sehr starkem Stahldraht und sind nur mit kräftigen Zangen zu durchschneiden. Fleischwilderer fertigen aus diesem Draht sehr funktionelle Schlingen, mit denen ganze Landstriche „vermint“ werden.

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At the brink of extinction

98 %

der afrikaweit geschätzten 100.000 Spitzmaulnashörner wurden im Zeitraum von 1960-1995 gewildert. In Namibia waren nur noch wenige hundert Tiere übrig geblieben, in Südafrika waren sie zztl. ganz ausgerottet.

1993

initiierte Namibia’s Regierung ein umfangreiches Schutzprojekt für seine Unterart, das Süd-Westliches Spitzmaulnashorn mit dem Ziel, die übrig gebliebenen Individuen streng zu schützen und die Population stabil aufzubauen und landesweit in ihren historischen Lebensräumen wieder anzusiedeln. Spitzmaulnashörner sind Staatseigentum.

2.000

Tiere etwa beheimatet Namibia heute – das sind etwa 90 % dieser verbliebenen Unterart im Südlichen Afrika. Über 40 Partnergebiete beteiligen sich am Schutzprogramm.

726

Nashörner hat Namibia seit 2015 durch Wilderei erneut verloren. Je weniger übrig bleiben, desto höher steigt der Schwarzmarktwert. Es bleibt ein Kampf um jedes Tier, um die Population vital zu halten. Jede Bemühung und Unterstützung ist nötig, Nashörner und ihre Kälber vor dem grausamen Wahnsinn zu beschützen.

US$ 60,000 pro Kilo

und mehr bringt das Horn auf dem Schwarzmarkt. Es lässt ahnen, mit welchem Potential sich das illegale Netzwerk von Informanten, skrupellosen Schlächtern, Helfershelfern und Schmugglern bis zu den Konsumenten aufstellen kann.

— Handeln für ein Leben in Ungestörtheit

Was kann
erreicht werden?

Mit Ihrer Zuwendung unterstützen Sie ein kleines privates Schutzgebiet, das bemüht ist, bedrohten Individuen einen sicheren und ruhigen Lebensraum und freien, natürlichen Rückzugsort zu schaffen. Dahinter steckt kein kommerzielles Interesse, sondern tiefe Verbundenheit und Bedürfnis, ursprüngliche Natur zu bewahren, auch wenn das existenzielle wie wirtschaftliche Überleben von Menschen in der Region ein Konflikt bleibt.

Es liegt eine ganz tiefe Befriedigung in der Tatsache, als Mensch auch etwas für die (oft bereits traumatisierten) Geschöpfe tun zu können, aber sie als Wildtiere möglichst unangetastet weiterleben zu lassen. Nicht allein aus Mitleid, sondern weil sie Teil eines größeren Ganzen sind und auch uns Menschen wahrnehmen. Nashörner können rund 40 Jahre alt werden und leben in ihren Familienverbänden wie wir es auch tun … wir sollten es Tieren nicht absprechen.

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Wenn diese Tiere ungestört in ihrem innerartlich sozialen Gefüge leben können und wenig Stress ausgeliefert sind, kann sich die Population auch stabil entwickeln. Es bleibt eine Gratwanderung, nur gerade so viel einzugreifen, wie für den Schutz der Tiere nötig ist. Immer wieder fühlen sich die Bemühungen sogar hoffnungslos an, vor allem für diejenigen, die vor Ort mit den schrecklichen Anblicken brutal getöteter Tiere konfrontiert sind. Dann möchte sich aus Selbstschutz am liebsten komplett abwenden. Dann ist es umso wichtiger, eine größere Gemeinschaft im Rücken zu haben, Wahrnehmung und vielleicht sogar Unterstützung zu erfahren, um die Kraft zum Weiterzumachen nicht zu verlieren …

Handeln für Hilfe vor Ort!

Paradoxe Welt der Menschen – und die Natur kann sich nicht wehren. Nicht jedem ist es vergönnt, in alle Welt zu reisen – oder lehnt es auch ab, um seinen eigenen „Carbon Footprint“ klein zu halten. Für viele Menschen in Afrika ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Natur- und Tierwelt hat magische Anziehungskraft und profitiert durchaus von wachsendem Bewusstsein für den Schutz und Erhalt, auch wenn es viel Konfliktpotenzial beinhaltet.

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Nashörner jedoch leben schon seit Jahrzehnten nicht mehr in unbehelligter Freiheit, sondern stehen permanent unter Druck der Wilderei und somit auch des „Sicherheits-Managements“ (z.B. Enthornung). Sie sind gezählt. Sie werden aufgespürt, verfolgt und brutal geschlachtet – denn das erbeutete Horn hat einen weitaus höheren Wert als ein foto-touristisches Konzept den Schutz der Tiere je finanzieren könnte. Es wird durch Syndikate illegaler Handelsnetzwerke nach Fernost verschoben. In China und Vietnam gilt das Horn aus Keratin als Supermedikament oder Luxusartikel für Menschen der gehobenen Mittelschicht, die es als Geschenk und Symbol für Reichtum und Macht betrachten, es stark mit Erfolg assoziieren und die soziale Stellung ihrer eigenen Person unterstreichen.

Neben den Bemühungen für Aufklärung und Reduktion der Nachfrage bleibt die Investigativ-Arbeit gegen die Schmuggel-Syndikate sowie die entscheidenden Maßnahmen gegen die Wilderei ein wichtiger Dreiklang im Kampf ums Überleben der noch verblieben Nashorn-Arten in ganz Afrika.
Der Verein RUN RHINO RUN will helfen, die unerträglichen Grausamkeiten von den anvertrauten Tieren abzuwenden. Mithilfe Ihrer Unterstützung!